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Künstlerische Aktion: „Weben als Geste des Widerstands“

Programm:

11:00 – 11:30 Uhr: Begrüßung und Vorstellung

11:30 – 12:45 Uhr – Netzwerk gegen Femizide

Das Netzwerk gegen Femizide Berlin lädt zu einer partizipativen Textilaktion ein. Inspiriert vom Projekt „Sangre de mi Sangre“ werden durch gemeinsames Weben und Fingerhäkeln Zeichen gegen Femizide und gewaltsames Verschwindenlassen gesetzt und Räume für Erinnerung, Solidarität und Widerstand geschaffen.

12:45 – 13:15 Uhr: Pause

13:15 – 14:00 Uhr – MigrArte Perú e.V.

Silvia Lamaison führt in traditionelle Flecht- und Webtechniken der Andenkulturen ein. Die Teilnehmenden erlernen eine andine Flechtung aus sechs Strängen und entdecken die Symbolik andiner Textilien. Dabei werden Textilien als Räume dekolonialer Wissensweitergabe, kollektiver Erinnerung und gemeinschaftlichen Widerstands erfahrbar.

13:40 – 14:40 Uhr – Trenzando Fuerzas (Lima, Peru) – Virtuelle Begegnung

Das peruanische Kollektiv Trenzando Fuerzas präsentiert textile Kunstprojekte zu historischer Erinnerung, Frauenempowerment und interkulturellem Dialog. Im Fokus stehen kollektive Kunstprozesse als Werkzeuge für Bildung, Widerstand und die Stärkung indigener Identitäten. Anschließend stellt die Shipibo-Konibo-Künstlerin und Wissenshüterin Wilma Maynas Inuma ihren Workshop „Xao Kené – Diseño Ancestral“ vor. Dabei vermittelt sie das Kené als anzestrale visuelle Sprache, die Erinnerung, Spiritualität und Heilung miteinander verbindet.

14:45 – 15:00 Uhr – Gemeinsamer Abschluss

Mehr zum Hintergrund der künstlerischen Aktion:

Diese künstlerische Aktion versteht das Textile als einen lebendigen Raum der Erinnerung, des Widerstands und der Begegnung. Inspiriert vom Denken der bolivianischen Soziologin Silvia Rivera Cusicanqui und ihrem Konzept des Ch’ixi – einem Zustand, in dem unterschiedliche Farben und Wirklichkeiten nebeneinander bestehen, ohne miteinander zu verschmelzen – entsteht ein Raum, in dem urbane, indigene und migrantische Erinnerungen aus Berlin und Lateinamerika miteinander verwoben werden können, ohne ihre Unterschiede zu verlieren.

Ausgehend von den Perspektiven von Luisa Elvira Belaunde sowie den Arbeiten amazonischer Künstlerinnen wie Chonon Bensho und Lastenia Canayo verstehen wir Textilien und Designs als lebendige Sprachen des Wissens, der Erinnerung und des Widerstands. Ausdrucksformen wie das Shipibo-Konibo-Kené bewahren Geschichten, territoriale Verbundenheit und anzestrales Wissen.

Weben, Sticken und Reparieren werden zu politischen Praktiken der Fürsorge, Heilung und Re-Existenz gegenüber kolonialer, extraktivistischer und patriarchaler Gewalt.

An einem offenen, performativen Tisch schaffen wir gemeinsam ein Archiv aus Stimmen, Stoffen und Erinnerungen. Dabei knüpfen wir Verbindungen zwischen Peru, Mexiko und Deutschland, stärken Solidarität und eröffnen Räume für Austausch, gemeinsames Lernen und kollektives Handeln.

Mit dabei sind das Kollektiv Hilas und das Netzwerk gegen Femizide in Berlin sowie das Kollektiv Trenzando Fuerzas und MigrArte Perú e.V., ebenfalls in Berlin. Gemeinsam bauen wir Brücken zwischen Gemeinschaften, Wissenstraditionen und geteilten Kämpfen und bekräftigen unser Engagement für Gerechtigkeit, Erinnerung und gesellschaftlichen Wandel.

Infos

Start:
11. Juli 2026, 11:00 Uhr
Ende:
11. Juli 2026, 15:00 Uhr
Ort:
WeltRaum-EPIZ, Am Sudhaus 2, 12053 Berlin