Was 2025 im EPIZ besonders war – ein kurzer Rückblick
Manches bleibt, manches verändert sich. Statt unseres klassischen Neujahrsbriefs blicken wir in diesem Jahr in neuem Format auf das zurück, was uns 2025 bewegt, gefordert und vorangebracht hat. Für das EPIZ war es ein Jahr voller Austausch, gemeinsamer Entwicklung und konkreter Ergebnisse. Viele Begegnungen, intensive Arbeitsprozesse und starke Kooperationen haben unsere Arbeit geprägt. In diesem kurzen Rückblick möchten wir einen Moment innehalten und teilen, was uns besonders bewegt und vorangebracht hat.
Auch 2025 war ein ereignisreiches Jahr im EPIZ. Herausragend war für uns die bundesweite Fachtagung „Klimaschutz und Nachhaltigkeit im Unterricht umsetzen – Impulse für zukunftsmutige berufliche Schulen“ mit 83 Teilnehmenden aus beruflichen Schulen, Wissenschaft, Verwaltung und Zivilgesellschaft im Juni 2025. Besonders gefreut haben wir uns, dass projektbeteiligte Lehrkräfte in vier Workshops Ergebnisse unserer gemeinsamen Arbeit präsentiert haben und für ihre Arbeit auch von der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie ausgezeichnet wurden. Die zahlreichen entwickelten Handreichungen und Unterrichtseinheiten können nun weiter wirken.

Die Zusammenarbeit mit unseren Verbundpartnern – der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie und dem Arbeitsbereich Wirtschaftspädagogik der Humboldt Universität, den drei Oberstufenzentren und unserem Förderer, der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt war sehr erfolgreich und wir möchten gern daran anknüpfen.
Wir freuen uns auf ein weiteres Jahr mit euch!
Anne, Annelie, Birgit, Burkhard, Elke, Hanadi, Katrin, Matthias, Mauricio, Nika, Pia, Silvana
Berufliche Bildung | Faire Schule | Länderinitiative | Promotor für Globales Lernen | Räume gegen Eskalation | Die Bibliothek ist unterwegs…
Berufliche Bildung
Immer schön im Kreis denken!
2025 haben wir rund gemacht, was wir schon 2024 begonnen haben: Unser umfangreiches Unterrichtsmaterial zur Kreislaufgesellschaft. Es regt zum Kennenlernen des Konzepts der Kreislaufgesellschaft und seinen Wurzeln im Globalen Süden an und lädt zur Entwicklung innovativer Ideen für die eigene Arbeit, vor allem im Handwerk, ein.
Neben dem Unterrichtsmaterial hat uns das Thema auch bei diversen Fortbildungen und Veranstaltungen mit Schüler*innen begleitet, zum Beispiel beim Fachtag „Circular Economy“ bei dem mehr als 90 Schüler*innen der Modeschule mit Fachleuten aus der Praxis ins Gesprächen kamen, Workshops besuchten und am Ende einen Flohmarkt organisierten.
Faire Schule 2025 – Auf dem Höhenflug mit Vielfaltleben

2025 drehte sich alles um unseren Schwerpunkt „Vielfaltleben – Faire Schulen für biokulturelle Vielfalt“. Mit vier Berliner Schulen starteten wir im Februar im EPIZ, gefolgt von Werkstätten im April und Juli. Highlight war der Workshop „Shapes of Tomorrow – die Natur mit den Augen Vieler sehen“: Die Teilnehmenden begleiteten eine Biene durch Dys- und Utopien und den Waldrapp auf seiner Reise nach Italien – u. a. über VR-Brillen, ergänzt durch neue Materialien zur Mensch–Natur-Beziehung. So werden bedrohte Lebensräume hautnah erlebbar.
Sechs Berliner Schulen – von Grundschule bis Gymnasium – wurden für ihr herausragendes Engagement in Globalem Lernen, nachhaltiger Bildung und fairer Schulkultur ausgezeichnet. Die erneuten Zertifizierungen zeigen, wie das Programm Globales Lernen lebendig im Schulalltag verankert.


Die Länderinitiative Berlin 2025 – mit Weltblick ins neue Jahr
Im ersten Jahr der neuen Antragsphase der Länderinitiative Berlin war ein besonderes Highlight unsere Zusammenarbeit mit der Robert Bosch Stiftung und der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie im Programm „Schule mit Weltblick gestalten“, bei dem zwölf Berliner Schulen begleitet werden. Die Schulentwicklungs-Werkstatt fördert globales Denken und Bildung für nachhaltige Entwicklung. Besonders bereichernd waren die Lernorte: die Gärten der Welt als außerschulischer Bildungsraum für Natur-, Umwelt- und Weltkulturthemen, das Haus Bastian als Ort kultureller Bildung und gesellschaftlicher Perspektiven sowie unser WeltRaum im Berlin Global Village. Parallel startete die Ausbildung von acht Multiplikatorinnen, die perspektivisch BNE-orientierte Schulwerkstätten im Tandem aus Schule und NGO begleiten können.
Promotor für Globales Lernen
2025 ging es darum, sich der außerschulischen Bildungsarbeit öffnen. Im WeltRaum wurde das Konzept des Globalen Lernens 32 Mitgliedern der Gremien der Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtungen (KJFE) Neukölln vorgestellt. Anhand praxisnaher Beispiele wurde aufgezeigt, wie Globales Lernen die Partizipation von Kindern und Jugendlichen stärken und die bestehende pädagogische Arbeit in den Einrichtungen sinnvoll ergänzen und vertiefen kann.
Ein weiterer Schwerpunkt lag in der Zusammenarbeit mit zukünftigen Theaterpädagog*innen der Akademie der kreativen Bildung (ADKB) in Berlin-Moabit, die auch 2026 fortgeführt wird. Dabei geht es darum, theaterpädagogische Methoden stärker mit Globalem Lernen zu verbinden und langfristig in der außerschulischen Bildungsarbeit zu verankern.
Räume gegen Eskalation

Mit unserem Diskussionsformat Räume gegen Eskalation haben wir im vergangenen Jahr versucht, unterschiedliche Perspektiven und ihre Auswirkung auf Diskurse sichtbar zu machen, die der Konflikt in Israel / Palästina auf unsere Arbeit und unsere Kolleg*innen hat. Neben der Frage zur kolonialen Dimension des Konfliktes haben wir uns mit Fragen der Erinnerungskultur, Solidarität, Traumata aber auch mit Rassismus und Antisemitismus auseinandergesetzt. Die hohe Nachfrage und Besucherzahl hat gezeigt, wie wichtig es ist, solche Räume zu eröffnen und zu halten.
Die Bibliothek ist unterwegs…
… sowieso schon lange in Form der Bücherkörbe, die wir an Neuköllner Kitas verleihen und im Jahr 2025 auch mit der Teilnahme am internationalen Tag des Vorlesens. Ab diesem Jahr stärken wir das noch: In Kooperation mit AWO international und gefördert von der Aktion Mensch bieten wir vielfältige Veranstaltungen rund um Kinderbücher, Fantasie, Freude an Sprache und Bildern an und möchten damit die Wertschätzung für alle Sprachen der Welt fördern.

Wir bedanken uns für die Förderung von:


Brot für die Welt – Evangelischer Entwicklungsdienst und Engagement Global aus Mitteln des

